Internet-Marketing,
keine Plattform für kleine- / mittelständische Unternehmen (KMU)?
(Von Jens Schmidt, Werbeberatung
Schmidt )
Wer nicht, wie Diogenes, als Einsiedler in der
Tonne lebt, wurde mittlerweile auf die eine oder andere Art mit dem Thema
"Internet" konfrontiert. Während große Unternehmen inzwischen durchgehend
über professionelle Internet-Auftritte verfügen und diese sogar als Absatzweg für ihre
Produkte benutzen, sträuben sich kleine und mittelständische Unternehmen oft noch gegen
jede Form des Internet-Marketings. Ein Internet-Anschluß zwecks einer eMail-Adresse (und
Online-Banking, etc.) wird zwar für nötig gehalten, aber darüber hinaus gehende
Investitionen werden als unrentabel und unsinnig angesehen.
Lohnt sich Internet-Marketing für KMU nicht?
Diese Frage kann mit einem definitiven "Jein" bzw. "kommt darauf an"
beantwortet werden. Internet-Marketing von KMU definiert sich aus den persönlichen
Inhaberzielen bzw. Unternehmens- zielen. Ein Unternehmen, das eine ernst zunehmende
Zukunftsstrategie hat, kommt nicht daran vorbei, sich gedanklich und praktisch immer
wieder mit dem neuen Medium "Internet" auseinander zu setzen.
Warum sollte ein KMU in Internet-Marketing
investieren, vor allem wenn er sich an Zielgruppen wendet, die nachweisbar im Moment noch
nicht online vertreten sind?
Neben diversen anderen Gründen (über die
sich sicherlich diskutieren läßt) gibt es drei Hauptgründe, die eindeutig dafür
sprechen:
- Jeder Kontakt stellt ein potentielles Geschäft dar:
Es müssen nicht unbedingt die Kunden sein, die man mit einer Website anspricht,
sondern die Öffentlichkeit, sprich Presse, Analysten, mögliche Investoren, etc.. Diese
Gruppe zeichnet sich durch hohe Internet-Nutzung aus und erwartet dabei keine aufwendigen,
grafisch hochwertigen Seiten sondern übersichtliche und vor allem aktuelle
Information.
Ein Internet-Auftritt bedeutet damit professionelle Public Relations.
- Marktveränderungen und ihre Unvorhersehbarkeit:
Die Märkte verändern sich laufend. Schon so manches Unternehmen hat die Wirkung
seines Internet-Marketings unterschätzt und wurde vom Erfolg förmlich überrollt. Wenn
man den Aufwand für seinen Internet-Auftritt anfangs gering hält (und das ist beim
Internet im Gegensatz zu manch anderem Werbemedium durchaus auch bei professioneller
Nutzung möglich), dann bleibt das Verlustrisiko gering. Mit einem frühzeitigen Einstieg
läßt sich aber ein Grundstein für einen "Netz-Erfolg" legen und zusätzlich
bleibt man auf dem laufenden Stand der Entwicklung.
Dies bedeutet: "Große Chancen kleines Risiko".
- Das "Netz" verändert sich und mit ihm seine
Nutzer:
Die Struktur der "Internet-Gemeinde" beginnt sich zu verändern.Der
Altersdurchschnitt hat sich mittlerweile auf ca. 35 Jahre erhöht. Dies zeigt, daß der
Anteil älterer "Surfer" kontinuierlich steigt. Neue Techniken wie WebTV oder
Internet per Handy werden Zielgruppen anlocken, die bisher im Netz unterrepräsentiert
sind. Wer aber erst zu dem Zeitpunkt in Internet-Marketing einsteigt, an dem die Kunden
bereits im Netz eingetroffen sind, wird die bittere Erfahrung machen müssen, daß seine
innovativen und risikofreudigen Mitbewerber den Markt schon besetzt und die Kunden an sich
gebunden haben.
Natürlich müssen immer die Gegebenheiten des
Unternehmens, seine Zielgruppen, deren regionale Begrenztheit, die Bevölkerungsdichte des
Einzugsgebietes und noch vieles mehr in Betracht gezogen werden. Der Copy-Shop, direkt
neben der Universität, muß nicht unbedingt mit der eigenen Homepage ins Internet (obwohl
die Zielgruppe "Student" schon fast wieder dafür spricht). Wie soll man einem
kleinen oder mittelständischen Unternehmer auch begreiflich machen, daß er in
Internet-Werbung investieren soll, obwohl er wahrscheinlich 99% Streuverluste haben wird.
Aber schon in Städten und Ballungsräumen kann regionales Internet-Marketing Erfolg
haben, wenn es mit Werbung in lokalen Web-Sites (Seiten der Gemeinde oder Seiten von
Citynetzen) und in den Printmedien unterstützt wird.
Außerdem darf eines nicht vergessen werden.
Das Internet ist nicht nur ein Instrument des Absatz-, sondern auch des
Beschaffungsmarketings. Ein Internetzugang und aktive Auseinandersetzung mit dem Medium
können bei der Beschaffung von Informationen sehr hilfreich sein. Nicht nur Daten über
Zulieferer sondern auch über die Konkurrenz können gefunden und die eigene Märkte aktiv
erkundet werden. Das Usenet ist ein ideales Terrain für Markforschung, schließlich gibt
es bald kaum ein Thema mehr, das dort nicht diskutiert wird. Durch die Beobachtung von
Diskussionen in bestimmten Newsgroups können Rückschlüsse auf die Bedürfnisse des
Marktes gezogen werden.
In Diskussionen ist es vielleicht auch möglich, Lösungsansätze für Problemlösungen zu
finden.
Es lassen sich sicherlich auch viele Argumente
gegen Internet-Marketing von kleinen und mittelständischen Unternehmen finden. Aber
gerade der Mittelstand hat mit dem Internet und intelligenten Internet-Konzepten die
Chance sich als der innovative Motor darzustellen, als der er immer gelobt wird. |
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Basel II?
Die Antwort: |

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