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Investition und Finanzierung

Grundsätzlich gibt es zwei Definitionen für den Begriff Investitionen:

Aus Sicht der betrieblichen Praxis bedeutet Investition den Kauf von Gegenständen des Anlagevermögens wie Grundstücke, Gebäude und Maschinen.

Betriebswirtschaftlich weiter gefasst steht Investition für die zielgerichtete Bindung von Kapital. Durch den Einsatz der finanziellen Mittel müssen insbesondere die langfristigen Ziele des Unternehmens erreicht werden. Außerdem darf die Liquidität des Unternehmens nicht gefährdet werden.

Investitionsentscheidungen

Zu den schwierigsten Entscheidungen in einem Unternehmen zählen die Investitionsentscheidungen.

Ganz gleich ob es um die Anschaffung eines Computers, den Kauf einer Maschine oder den Bau eines Geschäftsgebäudes geht, immer ist betriebswirtschaftlich zu beurteilen ob das dafür investierte Geld eine entsprechende Rendite erwirtschaftet.

Anders ausgedrückt: es geht immer um Auszahlungen heute, denen entsprechende Einzahlungen in der Zukunft gegenüberstehen müssen, damit sich die Investition "rechnet".

Da die Entscheidung für eine Investition stets mit Unsicherheiten behaftet ist, sollten Sie die Risiken auf ein Minimum beschränken.

Folgende Prinzipien helfen Ihnen dabei:

Konzentrieren Sie sich auf Bereiche, die für die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens besonders wichtig sind;

  • Halten Sie einige Finanzreserven für später benötigte Anpassungen zurück;

  • Legen Sie Wert auf Investitionen mit breitem Aufgabenspektrum;

  • Realisieren Sie Großprojekte in Teilschritten;

  • Mischen Sie Risiken in Ihrem Investitionsprogramm;

  • Nutzen Sie alle Informationen für Ihre Investitionsplanung;

  • Prüfen Sie, ob es zur Finanzierung der Investition Öffentliche Fördermittel in Form von Zuschüssen, Investitionszulagen oder Darlehen gibt.

Investitionsarten

Investitionen lassen sich grundsätzlich in drei Klassen einteilen:

Sachinvestitionen schaffen oder verändern materielle Leistungen im Anlagevermögen (z.B. Kauf einer Maschine).

Immaterielle Investitionen schaffen oder verändern immaterielle Leistungsreserven (z.B. Kapitalbindung für Patente oder Marketing).

Finanzinvestitionen erwerben Beteiligungs- oder Forderungsrechte. Sie resultieren in einer Rendite oder in wirtschaftlicher Einflussnahme auf die Geschäftspolitik eines anderen Unternehmens.

Investitionsprüfung

Zu einer zielgerichteten Planung der Investitionen eines Unternehmens gehört das Informationscontrolling. Es hat die Hauptaufgabe, die Investition in mehreren Schritten zu überprüfen.

Die wichtigsten Prinzipien einer Investitionsplanung sind:

  • Vermeiden von Zeitdruck bei der Planung,

  • breiter Informationsaustausch aller Beteiligten,

  • Abstimmung mit der Planung anderer Unternehmensbereiche (Logistik, Produktion, Finanzen etc.),

  • Orientierung an den strategischen Zielen des Unternehmens,

  • Aufspüren aller möglichen Alternativen,

  • Berücksichtigung aller Kosten und Wirkungen (vor allem längerfristig gesehen),

  • Durchführen von Risikoanalysen,

  • kritische Hinterfragung von Planungsprämissen,

  • zeitnahe Ergebniskontrollen.

Statische Investitionsrechnung

Bei der statischen Investitionsrechnung ist das Jahr der Investitionsnutzung entscheidend für die Berechnung. Alle durch die Investition betroffenen Aufwendungen und Erträge werden für dieses eine Jahr berechnet. Weitergehende Wirkungen werden nicht berücksichtigt. Die Anschaffungsausgaben werden in Abschreibungen umgerechnet, die Zinsen für den gesamten Zeitraum konstant berechnet

Die statischen Methoden der Investitionsrechnung sind:

  • Gewinnvergleichsrechnung,

  • Kostenvergleichsrechnung,

  • statische Amortisationsrechnung,

  • Rentabilitätsrechnung.

Gewinnvergleichsrechnung

Statisches Investitionsrechenverfahren zur Ermittlung derjenigen Investitionsalternative, die im Rahmen einer Investitionsentscheidung den durchschnittlich höchsten Jahresgewinn bezogen auf die nächste betrachtete Rechnungsperiode verspricht.

Im Gegensatz zur Kostenvergleichsrechnung werden hier den Investitionsalternativen nicht nur variable und fixe Kosten, sondern auch die zu erwartenden bzw. prognostizierten Umsätze zugeordnet.

Zur Ermittlung der Auslastung bzw. Produktionsmenge, bei der jede Investition die sogenannte Gewinnschwelle überschreitet (Break-even-Analyse), ist eine Gegenüberstellung der Gewinn- und Kostenfunktionen je Investitionsalternative angezeigt.

Kritisch anzumerken ist bei dieser Rechenmethode die Zuverlässigkeit der prognostizierten Erlöse, sowie die geringe Aussagekraft eines absoluten Gewinnes ohne Gegenüberstellung mit der Investition. Dies kann nur durch eine Rentabilitätsvergleichsrechnung erreicht werden.

Kostenvergleichsrechnung

Statisches Investitionsrechenverfahren, bei dem mehrere Investitionsalternativen hinsichtlich des Zieles der Minimierung von Kosten verglichen werden.

Unberücksichtigt bleiben hier die aus den Investitionen zu erzielenden Umsätze bzw. Erlöse.

Während variable Betriebskosten wie z. B. Personal-, Material- oder Instandhaltungskosten relativ einfach bestimmbar sind, ist die Feststellung der fixen Kapitalkosten problematisch.

Da häufig bei Investitionsüberlegungen die Art der Finanzierung (Eigen- oder Fremdfinanzierung) noch unklar ist, müssen die fixen Kapitalkosten kalkuliert werden.

Hierzu zählt ein mit einem Kalkulationszinssatz ermittelter kalkulatorischer Zins. Er wird meist auf die durchschnittliche Kapitalbindung, z.B. die halben Anschaffungs- und Herstellkosten (AHK) bezogen.

Ein weiterer kalkulatorischer Fixkostenblock stellen die kalkulatorischen Abschreibungen dar.

Sind die variablen Betriebskosten sowie die kalkulatorischen Fixkosten ermittelbar, so kann sowohl ein Gesamtkostenvergleich als auch ein Stückkostenvergleich der alternativen Investitionen vorgenommen werden.

Kritisch anzumerken ist bei der Kostenvergleichsrechnung, dass mit der Wahl der einzubeziehenden Kosten sowie deren Rechenbasis, wie beispielsweise dem Kalkulationszinsfuß zur Ermittlung der kalkulatorischen Zinsen, die Entscheidung beeinflusst werden kann.

Sobald Auslastungsdifferenzen alternativer Investitionen vorliegen, ist eine Gesamtkostenbetrachtung sinnlos. Selbst bei einer momentan kostengünstigen Investition kann sich durch Verschiebung der Auslastung z. B. aufgrund von Absatzveränderungen eine einmal als kostengünstig ermittelte Investition später als unvorteilhaft herausstellen.

Ein weiterer wesentlicher Kritikpunkt bei der Kostenvergleichsrechnung ist nicht nur die mangelnde Einbeziehung von zugehörigen Umsatz- bzw. Einnahmegrößen, sondern die programmierte Fehlinformation bei unterschiedlich schneller Abschreibung der Investitionsobjekte. Dies liegt daran, dass eine Ersatzinvestition dann nicht als vorteilhaft erscheint, wenn die Altanlage bereits abgeschrieben ist und somit keine kalkulatorischen Kosten mehr angesetzt werden.

Amortisationsrechnung

Statisches Investitionsrechenverfahren, bei dem die Rückflüsse einer Investition kumuliert der Anfangsinvestition gegenübergestellt werden.

Beim Amortisationszeitpunkt überschreiten die kumulierten Zahlungsüberschüsse die Anfangsinvestition. Dabei können die geschätzten künftigen Zahlungen mit Hilfe der Durchschnittsmethode oder der sogenannten kumulierten Methode den Anfangsinvestitionen gegenübergestellt werden.

Bei der Durchschnittsmethode wird ein durchschnittlicher künftiger Zahlungsüberschuss (z. B. 100 EUR) der Anfangsinvestition (z. B. 10 EUR) gegenübergestellt und der Amortisationszeitpunkt (z. B. 10 Jahre) ermittelt.

Bei der kumulierten Methode werden die zu erwartenden unterschiedlichen künftigen Zahlungen einzeln aggregiert und ein exakter Zeitpunkt ermittelt, an dem die Investition zurückgeflossen ist.

Diese Kapitalrückflussmethode wird in der amerikanischen Literatur als Pay-off- oder Pay-back-Methode bezeichnet.

Sie ist insbesondere für Investoren geeignet, die nicht im Sinne der Kostenvergleichsrechnung, Gewinnvergleichsrechnung oder Rentabilitätsvergleichsrechnung die günstigste, gewinnträchtigste oder rentabelste Investition suchen, sondern aus einem Sicherheitsbewusstsein eine möglichst schnelle Wiedergewinnung ihres eingesetzten Kapitals wünschen.

Um aus der an sich statischen Rechenmethode ein dynamisches Verfahren zu machen, sind lediglich die prognostizierten künftigen Zahlungen mit einem Kalkulationszinsfuß abzuzinsen, und so in die Durchschnitts- oder Kumulationsbetrachtung einzubeziehen.

Rentabilitätsvergleichsberechnung

Statisches Investitionsrechenverfahren, bei dem zwei oder mehrere Investitionsalternativen im Rahmen einer Investitionsentscheidung hinsichtlich ihrer Vorteilhaftigkeit bezüglich der Rentabilität beurteilt werden.

Abhängig davon, wie die Investition finanziert wurde (Eigenkapital und/oder Fremdkapital), kann eine Eigenkapitalrendite oder Gesamtkapitalrendite errechnet werden.

Dabei sagt das absolute Ergebnis der Rendite noch wenig über die Vorteilhaftigkeit der Investition aus, sondern dieses muss mit einer vergleichbaren Investition, z. B. auf dem Finanzmarkt, verglichen werden.

Kritisch ist bei dieser Methode anzumerken, dass die Rentabilitätsrechnung nicht nur bezüglich der exakten Prognose von Umsätzen, sondern insbesondere der Ermittlung kalkulatorischer Kosten zahlreiche Unsicherheiten aufweisen kann, die sich signifikant auf das Renditeergebnis auswirken können. So ist z. B. bei einer Erhöhung des kalkulatorischen Zinssatzes automatisch über höhere Kosten eine Gewinnschmälerung möglich. Aus dem Beispiel wird zudem deutlich, dass die Eigenkapitalrendite trotz eines relativ gleichhohen Anteils an Fremdkapital stets höher ist als die Gesamtkapitalrendite.

Dieser Leverage-Effekt ist bei der Beurteilung von Investitionsalternativen zu beachten.

Beispiel:

Der geschätzte Periodengewinn belaufe sich auf EUR 40 000 und der Kapitaleinsatz für die Investition auf EUR 800 000. Die Rentabilität beträgt demnach:

(40 000 / 250 000) x 100  = 16 %

Der Vorteil ist darin zu sehen, dass unterschiedlich hohe Kapitaleinsätze berücksichtigt werden können.

Darüber hinaus wird eine grobe Vergleichsmöglichkeit mit Kapitalmarktzinsen geboten. Weil das Verfahren aber keine finanzmathematische Fundierung aufweist, Zinsen und Zinseszinsen also unberücksichtigt bleiben, sollte ein dynamisches Investitionsrechenverfahren wie die Kapitalwertmethode immer ergänzend herangezogen werden.

Dynamische Investitionsrechnung

Sämtliche während der gesamten Wirkungszeit der Investition ausgelösten Auszahlungen und Einzahlungen werden berücksichtigt. Besonders wichtig hierfür ist die Zinsrechnung. Mit ihrer Hilfe werden alle Zahlungen auf einen bestimmten Zeitpunkt abgezinst. Sie berechnen sich nach dem zeitlich unterschiedlichen Ausmaß des gebundenen Kapitals.

Die dynamischen Methoden sind im einzelnen:

  • Kapitalwertmethode,

  • Barkapitalwertmethode,

  • Vermögensendwertmethode,

  • Annuitätenmethode,

  • dynamische Amortisationsrechnung,

  • Interne Zinssatz-Methode,

  • Kritische Sollzinssatz-Methode.

Auf eine nähere Darstellung wird aufgrund der Komplexität verzichtet. Nähere Informationen können betriebswirtschaftlichen Lehrbüchern zur Investition entnommen werden.

Finanzierung

Der Begriff der Finanzierung umfasst alle Aktivitäten der Kapitalbeschaffung, die letztlich der Durchführung und Aufrechterhaltung betrieblicher Abläufe dienen.

Bei der Beschaffung wird zwischen Eigenkapital und Fremdkapital unterschieden.

Die Finanzierung von außen kann in Form von Geld, Gütern oder Wertpapieren erfolgen.

Unter das Stichwort Finanzierung fallen somit auch die finanziellen Beziehungen zwischen dem Unternehmen und seinen Kapitalgebern.

Neben einer zu geringen Eigenkapitalausstattung ist falsche Finanzierung einer der Hauptgründe für Insolvenzen.

Die richtige Finanzierung ist eng mit einer vorausschauenden Finanzplanung verbunden.

Innenfinanzierung

Hier erfolgt die Finanzierung "aus eigener Kraft", nämlich dem betrieblichen Umsatz. Quellen der Kapitalbeschaffung sind:

Selbstfinanzierung

Darunter versteht man die Finanzierung durch die Einbehaltung von Gewinnen:

Von offener Selbstfinanzierung spricht man, wenn Teile des in der Bilanz ausgewiesenen und versteuerten Gewinns einbehalten werden.

Die stille Selbstfinanzierung nutzt die Möglichkeit, Gewinne in der Bilanz geringer erscheinen zu lassen.

Cash-flow

Der Cash-flow benennt die Höhe des Finanzüberschusses in einem bestimmten Zeitraum. Er kann anhand der Cash-flow-Berechnung (siehe Cash-flow) ermittelt werden. Der errechnete Überschuss kann als Eigenanteil in die Finanzierung eingebracht werden.

Für die Banken ist der Cash-flow ein wichtiger Indikator für die Selbstfinanzierungskraft und damit die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens.

Rückstellungen

Hier werden Zahlungsansprüche an das Unternehmen als Aufwand verrechnet, obwohl die Ausgaben erst später erfolgen. Zugleich stehen Höhe und/oder Zeitpunkt der Zahlung noch nicht genau fest (siehe Rechnungsabgrenzung). Man spricht dann auch von innerbetrieblicher Fremdfinanzierung.

Vermögensumschichtung

Dadurch erhöht sich nicht das Kapital, aber die Liquidität. Formen der Finanzierung aus Vermögensumschichtung sind:

  • Abschreibungen (zur Reduzierung der Steuerbelastung),

  • Veräußerung nicht betriebsnotwendigen Anlagevermögens,

  • Auflösung stiller Reserven,

  • Abbau von Lagerbeständen,

  • straffes Mahnwesen.

Privat eingebrachte Gelder oder Güter gehört nicht zur Innenfinanzierung, da dieses sie nicht aus dem Unternehmen selbst stammen. Die Kapitalerhöhung hat de facto eine Erhöhung der betrieblichen Mittel zur Folge, zählt aber eigentlich nicht zu den Instrumenten der Finanzierung.

Außenfinanzierung

Alle Fälle, in denen sich ein Unternehmen sozusagen von außen Kapital verschafft, werden als Außenfinanzierung bezeichnet. Man unterscheidet zwischen Eigen- und Fremdfinanzierung.

Eigenfinanzierung

Der Eigentümer des Unternehmens tritt als Geldgeber in Erscheinung. Er haftet für die Schulden des Unternehmens mindestens bis zur Höhe seines Kapitalanteils. Zu einem solchen haftenden Kapital gehören:

  • verbriefte Anteile an Kapitalgesellschaften (Aktien, Kuxe und Genussscheine),

  • nicht verbriefte Anteile an Kapitalgesellschaften (GmbH-Anteile),

  • Einlagen bei Personengesellschaften und Einzelunternehmen.

Fremdfinanzierung

In diesem häufigsten Fall der Kapitalbeschaffung sind Gläubiger die Geldgeber. Formen der Fremdfinanzierung sind:

Bankkredite

Dies ist die am meisten verbreitete Art der Fremdfinanzierung. An die Gewährung eines Kredits sind bestimmte Ansprüche des Kapitalgebers geknüpft. Beide Parteien müssen sich u.a. auf den Zinssatz, die Dauer des Kredits und die Rückzahlungsmodalitäten einigen.

In diese Kategorie fallen auch Schuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen.

Wer Kredite in Anspruch nimmt, muss zum Schutz der Gläubiger einen genauen Einblick in seine Vermögens- und Schuldenverhältnisse ermöglichen. Anhand der Buchführung mit Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung muss der Verlauf der Schuldenentwicklung nachvollziehbar sein. Auch werden vor jeder Kreditvergabe SCHUFA-Auskünfte durch die Banken eingeholt.

Durch die Neuregelungen zur Eigenmittelunterlegung, gemeinhin als Basel II bekannt, werden zukünftig neue Anforderungen an die Kreditvergabe gestellt. Mehr dazu erfahren Sie unter dem Menüpunkt "Kreditrating", welchen Sie im Bereich Betriebswirtschaft finden.

Handelskredite

Lieferantenkredite

Angaben wie "zahlbar ohne Abzug in 30 Tagen" sind eine übliche Form des Lieferantenkredits, den viele Unternehmen gerne ausnützen. In vielen Branchen wird der Lieferantenkredit als Wechselkredit gegeben, da ein Wechsel sicherer ist als eine einfache Forderung.

Lieferantenkredite sind besonders interessant, wenn keine Skontierungsmöglichkeit besteht.

Kundenanzahlungen

Dies ist eine Art des Kredits, die besonders in Gewerben mit langer Fertigungszeit gewährt wird, wie im Schiffsbau, Anlagenbau oder im Baugewerbe.

Es ist ratsam, diese Form des Kredits auszuschöpfen. So wird die Fremdfinanzierung vermieden und es können erhebliche Zinskosten eingespart werden.

Leasing und Factoring

Unter Leasing versteht man die entgeltliche Nutzungsüberlassung von Anlagegegenständen.

Der Unternehmer zahlt also eine Art Miete an die Leasinggesellschaft und erspart sich dadurch große Investitionen (Leasing). Eine Option für wirtschaftlich schwierige Situationen ist das sogenannte Sale-and-lease-back-Verfahren. Dabei verkauft der Eigentümer bisher in seinem Anlage- oder Umlaufvermögen befindliche Wirtschaftsgüter an eine Leasinggesellschaft und least diese anschließend wieder zurück. Damit entsteht Liquidität, wobei die Wirtschaftsgüter noch relativ neu sein müssen, weil sonst kein Kaufpreis zu erzielen ist.

Beim Factoring verkauft das Unternehmen seine Forderungen an eine Factoring-Bank (Factoring).

Öffentliche Fördermittel

Bund, Länder und die Europäische Union unterstützen Unternehmen in vielfältiger Weise mit Subventionen, Steuervergünstigungen und Krediten.

Bevor Sie also eine Bank um einen Kredit bitten, sollten Sie sich über diese zinsgünstigen Finanzierungsmöglichkeiten informieren (Fördermittel, öffentliche). Die Haufe Verlagsgruppe bietet für Unternehmen eine Software zur Recherche über alle Möglichkeiten der öffentlichen Förderung durch Bund, Länder und Europäische Union an.

 
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Personal- und Unternehmensberatung Tobias Kafurke
Letzte Aktualisierung am: 26.05.2002