| Einleitendes zur Kategorie
Existenzgründung In einer immer komplexer
werdenden Umwelt ist die Existenzgründung - gleich für welche Gründungsart man sich
entscheidet - ein langwieriger und recht komplizierter Prozess.
Es überrascht daher nicht, dass ca. 50 Prozent der
Gründer in den ersten fünf Jahren ihrer Geschäftstätigkeit scheitern.
Die Gründe für das
Scheitern sind mannigfaltig. Einen sehr gewichtigen Faktor stellt die mangelhafte
Vorbereitung dar.
Sicherlich - die Geschäftsidee ist da - nun möchte man am
liebsten sofort starten. Was liegt also näher als das Gewerbeamt aufzusuchen und die
Gewerbeanmeldung auszufüllen.
Nach kurzer Zeit stellen sich jedoch die ersten Fragen,
nämlich dann, wenn der Betriebseröffnungsbogen des Betriebsstättenfinanzamts vor dem
jetzt Jungunternehmer liegt.
Mächtig viele Fragen gilt es da zu
beantworten. So muss man z.B. seinen Umsatz schätzen, muss sich
entscheiden, ob man seine "Geschäfte" mit dem Finanzamt nach
vereinbarten oder vereinnahmten Entgelten abwickeln möchte.
Es wird einem die Entscheidung abverlangt, ob
man zur Regelbesteuerung optieren oder lieber die Kleinunternehmerregelung in Anspruch
nehmen möchte.
Um eine Prognose zum Umsatz abgeben zu
können, muss man wissen was Umsatz ist, muss wissen wie sich die Zielgruppe (Kunden)
zusammensetzt und wie viel man diesen verkaufen kann. Somit ist es also notwendig seine
Verkaufspreise zu bestimmen. Hierzu bedient man sich üblicherweise der Kalkulation.
Um kalkulieren zu können, muss man seine
Konkurrenz kennen. Darüber hinaus muss man seine fixen und variablen Kosten kennen.
Instrumente, die der Beantwortung dienlich
sind, sind
und einige mehr.
Um all diese Daten zu
beschaffen braucht es Zeit - unter Umständen viel Zeit. Je nach Branche kann solch eine
Vorbereitungszeit durchaus zwei und mehr Jahre betragen.
Ein weiteres Element stellt
die Gründungsart dar. Eine
Betriebsübernahme ist anders vorzubereiten und durchzuführen als eine Neugründung. Um
sich sicher zu sein, dass das ausgesuchte Franchise-Konzept auf einen passt
sind wieder andere Umstände zu prüfen und zu bewerten. |