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Leichen- und Bestattungswesen
Das L. u. B. ist in den Ländern der BRep. unterschiedlich geregelt. Zusammenfassende Gesetze sind in einigen Ländern ergangen (z.B. das niedersächs. Gesetz über das L. vom 29. 3. 1963, GVBl. 142, und das bayer. Bestattungsgesetz v. 24. 9. 1970, GVBl. 417). Jede Leiche muss durch Beisetzung in einer Grabstätte (Erdbestattung) oder durch Einäscherung in einer Feuerbestattungsanlage und Beisetzung der Aschenreste in verschlossener Urne in einer Grabstätte (Feuerbestattung) bestattet werden. Die Art der Bestattung richtet sich nach dem Willen des Verstorbenen, bei Minderjährigen unter 16 Jahren und Geschäftsunfähigen nach dem des Personensorgeberechtigten. Mangels Willenskundgebung des Verstorbenen entscheiden die Angehörigen. Der Bestattung muss die ärztliche Leichenschau (Totenschau) vorausgehen (Verpflichtung des Leichenschauers zur Anzeige von Zeichen unnatürlichen Todes). Vor Eintragung des Sterbefalles in das Personenstandsregister ist die Bestattung nur mit pol. Genehmigung zulässig (§ 39 PersonenstandsG); diese kann landesrechtlich auch sonst vorgeschrieben werden (Rhein.-Pf.: VO vom 21. 10. 1974, GVBl. 448). Grundsätzlich sind die Gemeinden verpflichtet, die erforderlichen Einrichtungen herzustellen und zu unterhalten, in erster Linie Friedhöfe. Die Rechtsverhältnisse der Friedhöfe sind häufig durch Satzung ("Friedhofsordnung") geregelt, z.B. die Benutzung des Friedhofs und die Benutzungsrechte an den Gräbern, deren Anlage und Ausgestaltung und die Durchführung der Bestattungen. In Friedhöfen der Kirchen oder Religionsgemeinschaften ist auch die Beisetzung Andersgläubiger unter den für sie üblichen Formen und ohne räumliche Absonderung zu gestatten, wenn eine andere geeignete Grabstätte nicht vorhanden ist. Z.T. bestehen besondere Vorschriften für die Feuerbestattung. Zum L. gehören ferner z.B. Bestimmungen über die Beförderung von Leichen ("Leichenpass", zwischenstaatliche Vereinbarungen) und Straf- oder Ordnungswidrigkeitenvorschriften über die unbefugte Verwendung von Leichen, die vorzeitige Bestattung oder die Beisetzung an nicht zugelassenen Stätten.

Bestattungsplätze sind von der Grundsteuer befreit (§ 4 II GrEStG).

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Letzte Aktualisierung am: 17.05.2002