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Ausfuhr

Die Umsatzsteuer wird international nach dem Bestimmungslandprinzip erhoben, d.h., eine Ware wird grundsätzlich mit der Umsatzsteuer des Bestimmungslands belastet, also des Landes, in das die Ware gelangt oder in dem die Ware verbraucht wird. Deshalb wird bei der Einfuhr eines Gegenstands die Umsatzsteuer des Bestimmungslands erhoben und bei der Ausfuhr die Ware von der Umsatzsteuer des Ausfuhrlands entlastet. Durch diese Be- und Entlastung wird erreicht, dass eine Ware allein mit der jeweiligen inländischen Umsatzsteuer belastet ist; damit werden umsatzsteuerliche Wettbewerbsnachteile im grenzüberschreitenden Warenverkehr vermieden.

Eine von inländischer Umsatzsteuer entlastete Ausfuhr von Waren wird im System der Mehrwertsteuer dadurch erreicht, dass
  • einerseits die auf die Herstellung der Ware und auf die der Ausfuhr vorausgegangenen Absatzphasen entfallende Umsatzsteuer als Vorsteuer abgezogen wird und
  • andererseits entweder auf die Ausfuhr selbst keine Umsatzsteuer erhoben wird oder für die Ausfuhr anfallende Umsatzsteuer ebenfalls als Vorsteuer abgezogen wird.

Das geltende deutsche Umsatzsteuerrecht eröffnet beide Alternativen und bietet die folgenden Regelungen an, um die von inländischer Umsatzsteuer entlastete Ausfuhr von Gegenständen zu ermöglichen:. Abzug der bei einer Lieferung ins Ausland anfallenden Umsatzsteuer,

  • Steuerbefreiung von Ausfuhrlieferungen,
  • Steuerbefreiung von Lohnveredelungen an Gegenständen der Ausfuhr,
  • Nichtbesteuerung von Ausfuhren, denen keine im Inland bewirkte Lieferung zugrunde liegt.

Gleichgültig, welcher von diesen Wegen, die auch nebeneinander in Betracht kommen, beschritten wird, um den Vorgang der Ausfuhr selbst nicht mit inländischer Umsatzsteuer zu belasten, kann der ausführende Unternehmer daneben stets die dem Gegenstand der Ausfuhr zuzurechnenden Vorsteuern abziehen und dadurch eine praktisch vollständige Entlastung von inländischer Umsatzsteuer herbeiführen.

Seit dem Inkrafttreten des Umsatzsteuer-Binnenmarktgesetzes ist der innergemeinschaftliche Warenverkehr vollkommen neu geregelt und von den Umsatzsteuerbestimmungen der Ein- und Ausfuhr ausgenommen worden. Der Begriff der Ausfuhr wird nur noch für Lieferungen in das Drittlandsgebiet verwendet. Umsatzsteuerbare Lieferungen in andere EU-Mitgliedstaaten werden als "innergemeinschaftliche Lieferungen" bezeichnet.

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Letzte Aktualisierung am: 11.05.2002