Die Finanzierung im Zusammenhang mit dem Unternehmenswert

Finanzierung bezeichnet die Ausstattung des Unternehmens mit Geld und/oder Sachmitteln. Grundsätzlich kann man zwei Finanzierungsarten unterscheiden:

  • die Innenfinanzierung (auch Eigenfinanzierung genannt)
  • die Außenfinanzierung (auch Fremdfinanzierung genannt)

Eine weitere Unterscheidung kann man nach der Fristigkeit herbeiführen, nämlich

  • kurz-,
  • mittel- oder
  • langfristige-

Finanzierungsformen.

Im Rahmen der Finanzierung ist zu empfehlen, dass man dem Grundsatz „Liquidität kommt vor Rentabilität“ wesentliche Beachtung schenkt. In der Praxis kommt es jedoch vor, dass bei Beachtung dieses Grundsatzes eine erhebliche Zielkonkurrenz auftreten kann. Hier muss dann eine weiterführende Analyse für Klarheit sorgen, ob für den Einzelfall eher auf Liquidität oder Rentabilität abzustellen ist.

Eine wesentliche Entscheidungshilfe bieten die „Goldenen Finanzierungsregeln“, die auch eine Beurteilung der finanziellen Verhältnisse des Unternehmens ermöglichen. Weiter gewährleisten sie bei Einhaltung die optimale Liquiditätsversorgung des Unternehmens und damit auch die Kreditwürdigkeit.

Darüber hinaus stellen sie die Relationen zwischen Vermögens- und Kapitalanteilen dar und vermitteln, ob die im Anlagevermögen gebundenen Mittel richtig finanziert sind und die kurzfristigen Mittel in einem ausgewogenen Verhältnis zum Umlaufvermögen stehen.

Das im Anlagevermögen enthaltene Vermögen stellt in der Regel länger- und langlebige Wirtschaftsgüter dar. Daraus folgt, dass mit deren Beschaffung zwangsläufig die länger- bis langfristige Begebung von Kapital verbunden ist. Dies wiederum impliziert, dass das Anlagevermögen durch Eigenkapital und langfristige Verbindlichkeiten mindestens gedeckt, besser überdeckt sein sollte. Im Gegensatz dazu kann das Umlaufvermögen in wesentlichen Teilen kurzfristig finanziert werden, da die Liquiditätsbeschaffung aus der Verflüssigung des Umlaufvermögens normalerweise ebenfalls kurzfristig erfolgen kann und dann zur Rückführung der kurzfristig aufgenommenen Fremdmittel zur Verfügung stehen. Dies kann man auch als „Grundsätze der Fristenkongruenz“ bezeichnen. Die Überlegung hierbei ist, dass die Kapitalüberlassungsdauer zumindest der Kapitalbindungsdauer entsprechen soll.

Vor dem Hintergrund der Empfehlungen und Regelungen von Basel II sind Unternehmen gut beraten, hier entsprechende Analysen vorzunehmen – diese auszuwerten und ggf. Veränderungen herbeizuführen, um im Zuge des internen Bankratings bei diesem Bewertungskriterium gut abzuschneiden.

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