Outsourcing

Ausgliederung von
Unternehmensfunktionen auf externe Spezialisten. Insbesondere in konjunkturellen
Krisenzeiten der Versuch, Unternehmensbereiche aus Kostengründen auszulagern und
Kapazitäten abzubauen. Die Erfahrung, daß der Fremdbezug von Gütern oder Diensten auf
dem freien Markt häufig günstiger als die Eigenfertigung ist, geht auf die
Transaktionskostentheorie zurück. Outsourcing kann auch die Auslagerung von
Wertschöpfungsprozessen aus dem Unternehmen in Zulieferunternehmen zur Verringerung der
Wertschöpfungstiefe bedeuten. Dies entspricht der Strategie der "Konzentration auf
Schwerpunkte" nach dem Bestseller von Peters & Waterman "In search of
excellence". Die Auslagerung kann raumbezogen, produktbezogen oder funktionsbezogen
(z. B. Forschung, Bildung, Buchhaltung) sein. Sofern Betriebsteile nicht vollständig, d.
h. wirtschaftlich und rechtlich ausgelagert werden sollen, bieten sich als Vorstufen
Strategische Allianzen oder Joint ventures an. Aktuell verlagern immer mehr Unternehmen
ihre Buchhaltung bis hin zum Controlling ins Ausland, wobei das ausgewertete
Zahlenmaterial via Satellit zurückübermittelt wird. So verlagerte beispielsweise die
Citibank ihren gesamten Zahlungsverkehr und das Abrechnungswesen in die Niederlande, aus
denen die Bankkunden direkt ihre Kontoauszüge zugestellt bekommen. Nach einer Studie des
Beratungsunternehmens A.T. Kearney ist die Auslagerung des Rechnungswesens z. B. nach
Irland vorteilhaft, da hier eine einzelne Buchung durchschnittlich nur DM 4 statt z. B. DM
69 in Deutschland kostet. Soll die Auslagerung mit einer rechtlichen Trennung verbunden
sein, bietet sich ein Management buy out an.

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