Kontokorrentkredit

Auf Basis eines
Kontokorrents vertraglich fixierter Kredit in laufender Rechnung, dem in der Regel eine
Kreditlinie, d. h. Höchstgrenze für Kreditinanspruchnahmen, zugrunde liegt. Räumen
Banken Privatpersonen derartige Kredite ein, spricht man von Dispositionskredit. Eine
entsprechende Kreditzusage gegenüber Unternehmen ist gemäß § 355 HGB von den
Vertragsparteien jederzeit kündbar, und mindestens einmal jährlich bezüglich der Zinsen
abzurechnen. Kontokorrentkredite werden insbesondere für saisonale Schwankungen, z. B.
zur Lohnzahlung am Ultimo oder für kurzfristige Anschaffungen verwandt. Als
Kreditsicherheit dient meist das Standing oder die einfache Bonität des Unternehmens. Die
Vereinbarung einer weitergehenden Sicherheit, wie beispielsweise einem Grundpfandrecht
oder einer Personalsicherheit (z. B. Bürgschaft) würde dem kurzfristigen Charakter kaum
gerecht werden.

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